Mode im Citti-Park: Mango

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Mode: Träume in Weiß

Das Ende der Unschuld

Weiß tragen nur Ärzte und Bräute? Diese Regel gilt zum Glück nicht mehr. Fakt ist: Weiß liegt wieder voll im Mode-Trend, erfordert aber größte Disziplin. Sonst entstehen schnell Looks aus dem Gesundheitswesen mit durchscheinendem Effekt.

Die Farbe Weiß hat sich, man darf ihr diesen Titel wohl so langsam verleihen, zum Evergreen gemausert. Doch der Trend wird in diesem Sommer noch weiter auf die modische Spitze getrieben. Von Kopf bis Fuß in Weiß, von verspielt bis puristisch: Der sogenannte „All White Look“ wirkt angenehm frisch und immer klassisch. Sehr clean. Ganz schön mutig, ein modisches Leben auf Messers Schneide, wenn es zum Dinner dann Spaghetti Bolognese mit ein, zwei Glas Rotwein sein muss. Doch wer sich in die weiße Robe wirft, lebt halt gerne gefährlich.

Es gibt verschiedene Styling-Varianten, die feminin, modern und so gar nicht nach Krankenschwester aussehen. Besonders angesagt ist bei den Damen das kleine Weiße für den Abend. Die Schuhregeln: Spitze Pumps passen zum vornehmeren Lady-Look, coole Blockabsätze zum Purismus-Styling für Partys und flache Sandalen ergänzen wunderbar das Casual Outfit für jeden Tag.

Normalerweise steht Weiß für Hochzeit, Unschuld und Frieden. Gerade deswegen wirkt es besonders spannend, den „All White Look“ eher cool als mädchenhaft zu tragen. Man kann ja nicht ewig 18 sein. Das klappt zum Beispiel mit einem Paar Sneaker, einem Oversize-Teil oder Ripped Jeans mit Rissen an den Knien – sie alle brechen den unschuldigen Weiß-Look und machen ihn lässiger.

Wie bei allen Komplett-Looks in einer Farbe gilt auch beim All-White-Look: Damit das Outfit nicht langweilig wirkt, sollten zarte und feste Materialien kombiniert werden. Zum Beispiel passen zur glatten Jeans ein Grobstrickpulli und Leder-Booties. Im Gegensatz zu Schwarz macht Weiß leider gar nicht schlank. Im Gegenteil: Eine zu enge Stretchjeans wirkt eher wie ein gestrandeter Wal im Neoprenanzug. Deshalb bei weißer Kleidung besonders darauf achten, dass sie nicht zu eng ist. Bei Jeans zum Beispiel auf festeren Denim statt auf elastischen Stoff setzen. Oder gerne auch mal eine fließende Bluse kombinieren.

Eine weitere Gefahr, wenn man von Kopf bis Fuß in Weiß gekleidet ist, zeigt sich im Gesicht. Wer einen hellen Teint hat, wirkt oft kränklich. Abhilfe schafft das richtige Make-up. Immer Rouge verwenden, das gibt dem Teint eine gesunde Farbe. Auch Highlights wie Lipgloss in Rosé oder Lippenstift in Rot zaubern Farbe ins Gesicht und setzen starke, punktuelle Farbhighlights. So entgehen auch fanatische Mondanbeter dem Leichentuch-Look.

Wer ein komplett weißes Outfit zusammenstellt, der sollte einige essentielle Sachen beachten. Somit ist es beispielsweise ganz klar, dass die Oberteile nicht zu durchsichtig, die Hosen nicht zu eng, das Weiß nicht verfärbt und vor allem strahlend sauber sein muss. Doch die allerwichtigste Regel fehlt noch: Weiß soll bitte auch weiß bleiben und nicht von schrecklichen Mustern oder Farben darunter verunstaltet werden. Da Weiß weniger deckend ist als andere Farben, ist es eigentlich logisch, dass farbige oder gemusterte Dessous absolut keine Alternative unter weißen Outfits darstellen. Zwar kann hervorblitzende Unterwäsche in einigen Styling-Fällen ziemlich sexy sein, unter weißen Looks gehört sie dennoch vergessen. Eine Ausnahme machen jedoch Ethno-Styles. Unter einem weißen Hippie-Kleid wirkt ein gestreifter Bikini ganz natürlich. Denn in diesem lässigen Falle komplettiert das verspielte Darunter das Gesamtbild sogar. Während viele Damen wahrscheinlich nie zu gemusterten Dessous unter einem weißen Look greifen würden, sieht es mit weißer Unterwäsche schon wieder ganz anders aus. Diese gehört fälschlicherweise bei vielen Frauen zur ersten Wahl unter einer weißen Bluse. Aber Achtung, liebe Damen, hier versteckt sich ein kleiner, aber nicht unerheblicher Denkfehler. Denn weiße Töne sind unter Weiß sogar sehr sichtbar. Ebenso abzuraten ist von BHs und Höschen, die nicht erstklassig sitzen, denn auch jeder abstehende Millimeter am BH oder jedes noch so kleine Hautröllchen über dem String bleibt unter weißer Kleidung nicht verborgen. Gleiches gilt auch für Spitze oder andere Stoffstrukturen, romantische Aufnäher und Anhänger wie Schleifen oder Perlen: Sie gehören nicht unter weiße Looks. Schlicht heißt das Zauberwort. Hautfarbene Unterwäsche ist unter weißen Komplett-Looks also Pflicht. Aber auch bei diesen Dessous sind verrückte Stoffexperimente absolut nicht zu empfehlen. Ein schlichter Cup-BH ohne sonderlich viel Schnickschnack und Push-Effekt reicht völlig aus. Er muss erstklassig sitzen, ebenso wie das Höschen.

Mode für Strahlemänner

Bei Temperaturen um die 30 Grad ist der Wunsch nach Abkühlung nachvollziehbar. Aber wer hat schon mal einen Südeuropäer im Hochsommer in Shorts gesehen? Eben! Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass man der Hitze in kurzen Hosen besser entkommt. Eine lange, dünne Hose hat die Klimaanlage schon eingebaut, weil ein permanenter Luftstrom am Bein ganz natürlich kühlt. Stilbewusste Männer zeigen Knöchel und tragen dazu weiße Sneaker, klassische Brogues oder Loafer – aber ohne Socken. Auch Sandalen sind toll. Aber bitte elegante aus Leder, nur zu gepflegten Füßen und nicht die Trekking-Modelle aus dem Campingladen.

Gerade im Sommer ist es für Männer angenehm, feine, helle Hemden zu tragen. Doch ist der Stoff zu transparent, werden Haut und Haare sichtbar. Bei der Frage, ob Männer unter dem weißen Hemd noch etwas tragen müssen, steht die Qualität des Hemds im Fokus. Die Haut sollte durch den Stoff nicht durchschimmern.

Bei der Kragenform gibt es kein Dogma, man sollte sie von der Art des Sakkos abhängig machen, das man darüber trägt. Wichtiger ist die Größe: Etwa drei Finger breit sollte der Kragen sein.

Eine Brusttasche macht sich immer gut, sie signalisiert männliche Tatkraft. Benutzt wird sie heutzutage aber eigentlich nicht mehr. Außer von Herren, die ihre Zigaretten im Softpack kaufen. Eine kleine James Dean-Attitüde kann ja nicht schaden.

Die perfekte Passform für ein Hemd liegt irgendwo in der Mitte zwischen luftig und eng (und zu eng ist schlimmer als etwas zu weit).

 

Weitere Fashion-Trends gibt’s hier: http://www.citti-park-trends.de//fashion

 

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